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Bessere Arbeitsbedingungen: Zahl der Leiharbeiter im Pflegebereich steigt stark

Von Jürgen Sauter am 26.03.2018

Verband: Fachkräften werden meist gute Konditionen und verlässliche Dienstzeiten angeboten

Erfurt. In der Alten- und Krankenpflege in Mitteldeutschland werden immer mehr Leiharbeiter eingesetzt. Gab es in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen im Juni 2013 noch 1085 Leiharbeiter in dem Bereich, waren es im Juni 2017 bereits 1844 – ein Zuwachs von fast 70 Prozent. Das geht aus einer Auswertung des Statistischen Landesamtes Sachsen für alle drei Bundesländer hervor.

Die Sprecherin vom Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, Johanna Knüppel, spricht von einem neuen Image der Leiharbeit in der Pflege. Hätten früher Fachkräfte solche Arbeitsverträge nicht angenommen, so verkauften sie sich jetzt nicht mehr unter Marktwert. Sie bekämen bei gesuchten Zusatzqualifikationen dort sehr gute Konditionen geboten: „Für Pflegefachkräfte ist Leiharbeit auch deshalb so interessant, weil sie dort ihre Arbeitszeiten aussuchen können und die Dienstpläne langfristig geplant und absolut verlässlich sind“, sagte Knüppel dem MDR. Kliniken und Heime würden das schon lange nicht mehr bieten können.

Dass sich immer mehr Pflegekräfte für Zeitarbeit entschieden, zeuge von den miserablen Arbeitsbedingungen in der Branche, so Michael Junge, vom Pflegerat in Sachsen.

ZGT / 26.03.18

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