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Lünendonk-Studie: Wettbewerbsnachteile für Branchen ohne Zuschlagstarife

Von Jürgen Sauter am 13.06.2017

Equal Pay führt zu großen Herausforderungen

Die 25 führenden Zeitarbeits- und Personaldienstleistungsunternehmen rechnen mit einem wachsenden Umsatz im Jahr 2017. Laut der Lünendonk-Liste 2017 „Führende Zeitarbeits- und Personaldienstleistungsunternehmen in Deutschland“ schauen die Unternehmen positiv in das Jahr 2017.

In diesem Jahr wird mit einem Marktwachstum von 2,9 Prozent gerechnet. Die Top 25 der umsatzstärksten Zeitarbeitsunternehmen erzielten 2016 eine Umsatzsteigerung von 6,5 Prozent. Das bedeutet wiederum einen Anstieg von 4,3 Prozent bei den Zeitarbeitnehmern.

Zukünftige Herausforderungen

Durch Gesetzesänderungen, die am 1. April 2017 in Kraft getreten sind, müssen sich Zeitarbeitsunternehmen 2018 großen Herausforderungen stellen. Das trifft vor allem auf Branchen zu, in denen es keine Zuschlagstarife für Zeitarbeitnehmer gibt. Daher wird mit einem Rückgang der Zahl der Zeitarbeitnehmer von bis zu 5,8 Prozent gerechnet. Dadurch könnten laut Lünendonk-Studie über 57.000 Zeitarbeitnehmer im Jahr 2018 ihren Arbeitsplatz verlieren.

Besonderer Fokus auf Equal Pay

„Besonders das Thema Equal Pay dürfte gleiche Wettbewerbsbedingungen in der Wirtschaft einschränken“, erläutert Hartmut Lüerßen, Partner von Lünendonk. Momentan sind nur 49 Prozent der Zeitarbeitnehmer in Kundenbranchen beschäftigt, in denen es Zuschlagstarife gibt. Branchen ohne Equal Pay müssten zusammen mit Gewerkschaften eigene zusätzliche Tarife entwickeln oder für den Zeitarbeitnehmer die relevanten Equal Pay-Lohnbestandteile berechnen und dokumentieren.

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