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Zeitarbeit langfristige Beschäftigungsperspektive

Von Jürgen Sauter am 26.03.2018

Ein Drittel der 260.000 Arbeitnehmer, die 2017 von der Bundesagentur für Arbeit (BA) in eine neue Stelle vermittelt wurden, nahmen eine Beschäftigung in der Zeitarbeitsbranche auf. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Grünen hervor.

Auf die Anmerkung der Grünen-Politikerin Beate Müller-Gemmeke dazu – "Es scheint, die schnelle Vermittlung in Leiharbeit steht immer noch im Mittelpunkt, obwohl die Menschen schnell wieder arbeitslos werden" – reagierte iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz: „Fakt ist: Bei einer Betrachtung im Zweijahreszeitraum sind etwa 70 Prozent der Zeitarbeitskräfte weiterhin in Beschäftigung – sowohl bei Personaldienstleistern als auch außerhalb der Branche.“

Erwerbslosigkeit beendet

Das habe das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung in Essen (RWI) herausgefunden. In der Studie „Durchlässiger Arbeitsmarkt durch Zeitarbeit?“ für die Bertelsmann Stiftung heiße es: „Die Mehrheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Beschäftigung in der Zeitarbeit aufgenommen haben, hat somit offenbar auch längerfristig ihre Erwerbslosigkeit beenden können.“

Nachhaltige Beschäftigung

Stolz: „Zu ähnlichen Erkenntnissen kommt auch die Bundesagentur für Arbeit (BA). Nach ihren Analysen bleiben über 60 Prozent der vorher Arbeitslosen, die über Zeitarbeit einen neuen Einstieg in den Arbeitsmarkt gefunden haben, nachhaltig in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Nach einem Jahr wechselt der BA zufolge außerdem gut ein Viertel der aus der Arbeitslosigkeit kommenden Zeitarbeitnehmer in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung außerhalb der Zeitarbeit.“

Integrationsinstrument

Damit werde sowohl vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung als auch von der Bundesagentur für Arbeit das Vorurteil widerlegt, dass Zeitarbeit nur kurzfristige Beschäftigungsperspektiven biete. „Das Gegenteil ist der Fall und die Branche somit ein wichtiges Integrationsinstrument mit neuen Beschäftigungschancen insbesondere auch für arbeitslose Menschen“, betonte der iGZ-Hauptgeschäftsführer. (WLI)

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